stenographique

Posts Tagged ‘psychologie’

was dein facebook-profilbild über dich verrät…

In miscellaneous on 10/10/2010 at 10:55

willkommen im facebook-blog… seit anfang des monats berichtet stenographique über nichts anderes mehr. langsam wird es zeit, dieser obsession auf den grund zu gehen. mit ein bisschen angewandter psychologie.

den grad der abhängigkeit, den crazyness-faktor, die ganze persönlichkeit – alle das lässt sich aus deinem facebook-profilbilds ablesen. ob dick oder dünn, selbstverliebt oder sozial, proll oder nihilist – jetzt passt jeder in eine schublade. besser gesagt in eine mind-map-blase. schematisch zusammengestellt hat das der grafikdesigner doogie horner auf seiner seite und enthüllt dabei eine menge profunde wahrheit (klick zum vergrößern):

via, via

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russland: fliegender esel als tourismus-marketing

In marketing on 26/07/2010 at 21:43

das treiben der werbe- und marketingfachleute nimmt mitunter bizarre formen an. in dieser hinsicht stechen gerade out-of-home-formate häufig hervor, die versuchen, mit schock /thrill /entrüstung zu punkten. dabei konfrontieren sie menschen auf diese weise auch mit den niederträchtigen wirrungen der psyche des „homo sapiens“. bei solchen werbeaktionen bleibt eigentlich nur noch „homo“ übrig, eine physiognomisch dem modernen menschen ähnliche lebensform. von „sapiens“ (=wissend, aufgeklärt, entwickelt) oft weit und breit keine spur mehr.

lange rede – kurzer sinn: es geht um einen ganz konkreten fall, der sich letzte woche in südrussland ereignet hat. mittlerweile kann man nach 20 jahren marktwirtschaft nicht mehr behaupten, dass dort der kapitalismus seine ersten gehversuche unternähme. für modernes out-of-home-advertising scheint das aber zu gelten. was war passiert?

azov ist eine südrussische provinzstadt mit rund 80.000 einwohnern am schwarzen meer. obwohl die stadt in einigen ex-UDSSR-staaten schon als urlaubs-geheimtipp gilt, lässt der finanziell hochinteressante massentourismus noch auf sich warten. um diesen zustand zu verändern, hat sich ein kleines funsport-unternehmen eine marketing-„kampagne“ ausgedacht, mit der die vorzüge des unternehmens und der region als wassersport-mekka gepriesen werden sollen. doch das budget war knapp und man musste zu radikalen mitteln greifen…

heraus gekommen ist: ein esel im para-sailer. was fast zu absurd klingt, um es glauben zu können, ist (wie es sich für eine virale aktion gehört) mit verwackelter videokamera festgehalten und bei youtube verfügbar. hier der clip, soviel voyeurismus ist erlaubt:

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deine stimme für deinen verein

In miscellaneous on 31/01/2010 at 19:52

und noch ein artikel, über ein spannendes populärwissenschaftliches experiment aus der psychologie, das uns lehrt, dass bauch und kopf sich manchmal näher sind, als man denkt…

samstag nachmittag, 15.30 uhr: das handy ausgestellt, der puls nähert sich der 180er-marke, mutter und freundin wissen bescheid, dass es jetzt nichts zu besprechen gibt. der samstag nachmittag gehört dem fussball! uneingeschränkt. und voller emotionen – ob freudes- oder frustrationstränen. wer kann fährt seinem club hinterher und besucht ein ums andere mal die spiele, um sich im block kollektiv mit anderen bierseligen genossen die seele aus dem hals zu schreien. aber warum eigentlich? viele würden behaupten, es seien die emotionen, die sich ein ventil suchten. andere sind sich sicher, dass ihr team ohne die lautstarke unterstützung sowieso keine chance gegen den angstgegner aus der provinz hätte. und tatsächlich: diese experten liegen nicht einmal falsch…

an der university of wolverhampton, genauer gesagt am institute of sport performance wurde geklärt warum. hier forscht und lehrt prof. alan nevill. in seiner durchaus beeindruckenden publikationsliste finden sich u.a. auch beiträge, die den einfluss von lärm auf die entscheidungsfindung untersuchen. der erste von 1999, der aktuellste von 2002. und das schönste: das paper ist von elsevier in der wissenschaftlichen fachzeitschrift „psychology of sport and excercise“ herausgebracht worden, wo es kostenlos heruntergeladen werden kann (link). wer sich nicht durch das ganze paper wühlen will (titel: „the influence of crowd noise and experience upon refereeing decisions in football“), kann hier mit einer zusammenfassung vorlieb nehmen. klickstu Den Rest des Beitrags lesen »

gut, besser, ich – das phänomen der selbstüberschätzung

In marketing, miscellaneous on 23/01/2010 at 16:05

wer seine selbstüberschätzung als seine größte stärke ansieht, hat immerhin schon eines geschafft: er (oder sie) hat erkannt, dass seine anderen fähigkeiten vielleicht unterdurchschnittlich ausgeprägt sind. für alle anderen, die von diesem leid geplagt werden: fürchtet euch nicht, es gibt eine erklärung. wissenschaftlich. echt wahr.

wäre das hier die bildzeitung, müsste der nächste satz jetzt mit „amerikanische forscher haben herausgefunden…“ beginnen. ist es aber nicht. daher folgender vorplänkelnder einstieg: derzeit läuft die 37. staffel von dsds, in der gezielt kandidaten gesucht werden, die sich vor bohlen & co bereitwillig abkanzeln und vor der deutschen fernsehnation blamieren lassen. die frage ist: warum? glauben diese talente an das gold in ihrer kehle? ist es der kurze moment eines flüchtigen aufmerksamkeitsschubs, der reizt? die chance, den naturgebräunten produzenten aus der nähe zu sehen? sicherlich kommt da einiges zusammen. an den zetereien und beschwerden der kandidaten lässt sich aber echte wut und ehrliche enttäuschung erkennen. enttäuschung allerdings nicht darüber, dass man jetzt endlich gehört hat, was alle schon wissen („du kannst nicht singen!“), sondern enttäuscht darüber, dass in der jury ein völlig unfähiger und ahnungsloser vollidiot sitzt, der das große talent nicht erkennt.

jetzt zu den amerikanischen forschern, die tatsächlich eine rolle spielen: klickstu
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