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review zu „the social network“: facebook fasziniert auch auf der leinwand

In medien, meinungen on 07/10/2010 at 21:27

gerade marschiere ich mit meiner wunderbaren begleitung aus „the social network„, dem wir uns vor ein paar tagen schon einmal gewidmet hatten… der kinovorhang hat sich gerade erst geschlossen und noch hat sich kein klares bild in meinem kopf geformt, aber es lassen sich jetzt rückblickend die gerüchte über den film bewerten. die sunday times hat die richtigen informanten bestochen gefunden und eine beeindruckend zutreffende schilderung der eingangszene vorab veröffentlicht. die darstellung mark zuckerbergs selbst fällt in der tat (wie auch der trailer schon vermuten ließ) nicht übermäßig positiv auf – jedoch bin ich überrascht, dass ihm regisseur david fincher noch soviel nerdigen charme zugesteht, dass der geneigte zuschauer durchaus etwas väterliches mitgefühl mit dem egozentrischen programmierer empfinden kann. empathie, die dem überzeugenden jesse eisenberg korrekterweise völlig abgeht.

nach der harten vorberichterstattung bin ich fest davon ausgegangen, zuckerberg auf seinem weg zur cineastischen schlachtbank zu begleiten. ganz anders ist nun – die ersten gedanken setzen sich – mein eindruck: der film widmet sich einem weltverändernden trend, einer erfindung, die unsere kommunikationsstrukturen völlig über den haufen wirft. und das, nur wenige jahre nach ihrer erfindung. einer der besten regisseure hollywoods (u.a. fight club, sieben, der seltsame fall des benjamin button) und eine reihe berühmter künstler um justin timberlake nimmt sich seiner story an und setzen ihm ein mediales denkmal. und das ist klug kalkuliert: bei rund 46 mio dollar produktionskosten und einer quasi-garantie, dass sich die 500 mio mitglieder des netzwerks (aus einer empfundenen persönlichen beteiligung am erfolg facebooks heraus) den film bei der erstbesten gelegenheit im kino ansehen, besteht die durchaus realistische vermutung, dass wir gerade den (zumindest finanziell) erfolreichsten film des jahres gesehen haben… klickstu

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enthüllungen über zuckerberg – kurz vor kinostart von „the social network“

In medien on 20/09/2010 at 15:43

17 tage wird es noch dauern: 17 tage, bis wir wissen, worüber bisher strengstes stillschweigen bewahrt wird. 17 tage, bis „the social network“ in die kinos kommt… das klingt wie die leidliche vorankündigung eines mit rasierwasser bestochenen moderators aus dem nachmittagsprogramm. allerdings stellt sich bei mir momentan tatsächlich eine gewisse freudige anspannung ein, wenn ich an den kinostart des gerüchteumwobenen facebook-films denke. der grund: neue fakten zur handlung.

der stoff böte reichlich pathetischen stoff für einen patriotischen doku-thriller vor der wehenden stars-and-stripes-flagge. schüchterner student fliegt von der uni, aus der not und einsamkeit heraus bastelt er eine internetseite, die sich in windeseile zu einem milliardenschweren unternehmen aufschwingt. amerika zeigt sich einmal mehr von seiner schokoladenseite, das land der unbegrenzten möglichkeiten, yes we can!

doch spätestens jetzt ist klar, dass „the social network“ nicht die verfilmung eines modernen amerikanischen märchens ist. anscheinend spart der trailer – obwohl schon mit reichlich negativen andeutungen gespickt – einige der ganz pikanten szenen aus. so hat sich bereits vor einigen wochen die sunday times über das von höchster stelle verordnete schweigegelübde hinweggesetzt und die handlung der eingangsszene detailliert beschrieben, die in einer bar auf dem harvard-campus spielt, in der sich mark zuckerberg mit seiner freundin erica unterhält und von ihr folgendes gesagt bekommt (übersetzung von mir):

„du läufst durchs leben und glaubst, die mädchen mögen dich nicht, weil du ein technik-geek bist. aber ich will dir aus tiefstem herzen sagen, dass das nicht wahr ist. sie werden dich nicht mögen, weil du ein arschloch bist.“

soweit so schlecht. für zuckerberg – damals wie heute, und für seine fans. für alle, die sich endlich aufklärung über die verworrenen ersten monate von facebook versprochen hatten, wird jedoch klar:  in diesem film wird keine zeit verloren. es geht zu sache. klickstu Den Rest des Beitrags lesen »

guerilla-graffiti zum kinostart des neuen a-teams

In marketing on 13/08/2010 at 20:19

gestern war offizieller kinostart des neuen a-team-streifens – remake der kultserie aus den 80ern im kinoformat. um an den erfolg von damals anzuknüpfen, wurde in deutschen städten mit einem vergleichsweise schmalen budget kräftig die marketing-trommel gerührt – das ergebnis konnte man in den letzten wochen in vielen deutschen großstädten bewundern.

ich selbst bin mit einigen kollegen in düsseldorf an mehreren stellen über die vielen verschiedenen schablonen-graffitis gestolpert. von wänden, bauzäunen, pflastersteinen oder kränen verkündeten hannibal, face, murdock und b.a. ihre botschaft: „probleme? rufen sie das a-team“. ähnliche bilder findet man in hamburg, münchen, leipzig, dresden, oder köln.

zunächst war lange nicht klar, ob die aktion tatsächlich von 20th century fox in auftrag gegeben wurde oder das ergebnis intensiver fan-vorfreude war. auch im deutschen a-team-forum wurde wild spekuliert, genau wie im meinungs-blog. hier einige impressionen aus dem düsseldorfer medienhafen, wo die vier modernen robin hoods für reichlich gesprächsstoff sorgten:

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