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Posts Tagged ‘reputation management’

Noch mehr Neues von Youtailor: Der Chef ruft an

In marketing on 23/02/2013 at 19:12
Ende letzten Jahres hat stenographique die Youtailor-Mannschaft aufgefordert, die Ärmel hochzukrempeln und sämtliche Altlasten der Ex-Inhaber abzuarbeiten. Dafür gabe es viel Zuspruch von anderen enttäuschten Kunden. In den letzten Tagen hat sich nun erstaunliches getan: Zunächst traf nach gut 10 Monaten (sic!) Wartezeit mein bestelltes Hemd ein, gestern klingelte dann das Handy: Der neue Geschäftsführer Sebastian Schilling war dran.

 

Klappe, die Dritte: Nach zwei Insolvenzen ging Schilling im Dezember 2012 bei Youtailor als neuer GF an Bord – also zu einem Zeitpunkt, an dem wohl nur noch hartgesottene Optimisten zaghaft an eine Rettung des Unternehmens und die Auslieferung der Altlasten Altbestellungen glaubten. Schilling, der laut Gründerszene ein internationales Erwerberkonsortium vertritt, scheint sich nicht viel Zeit gelassen zu haben: Gut zwei Monate nach seinem Antritt gibt es erste Anzeichen, dass Youtailor wieder in Bewegung kommt.

Youtailor-Geschäftsführer-sebastian-schilling

Greift persönlich zum Telefon: Youtailor-GF Sebastian Schilling

Ganz oben auf der Agenda des promovierten Juristen und Ex-Allyouneed-Managers scheint das „Reputation Management“ zu stehen. Verständlich, denn bei dem Stichwort „Youtailor“ klingeln bei einem großen Teil der potenziellen Kundschaft nach wie vor die Alarmglocken. Um die verbrannte Erde wieder fruchtbar zu machen und den arg beschädigten Markennamen aufzupolieren, werden nun anscheinend besonders kritische Kunden (zu denen ich offenbar zähle) persönlich um ihre Meinung gebeten. Das macht Sinn für Kunden, die ihrem Unmut Luft machen können; Das macht Sinn für das Unternehmen, das dringend eine positive Berichterstattung im Netz benötigt.

Herr Schilling hat mir dabei versichert, dass meine Bestellung, die letzte Woche eintraf, nicht wegen des Blogposts priorisiert behandelt wurde – wer noch auf seine Lieferung aus vergangenen Zeiten wartet: Es gibt also berechtigte Hoffnung. Persönlich freue ich mich über diese ungewöhnliche Maßnahme und das persönliche Engagement des Geschäftsführers – wir bleiben am Ball.

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siehe auch:

Neues von Youtailor: Der Insolvenzverwalter schreibt, stenographique antwortet

Newsletter-Programm außer Kontrolle: Youtailor feuert aus allen Rohren

Foto: Xing

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Online Reputation – Norton verschenkt individuelle Google Ads

In marketing on 22/08/2012 at 14:31

Ein Foto vom Blankziehen beim letzten Absturz, ein zweideutiger Post auf der Seite der Ex-Freundin, ein frustrierter Blogeintrag über den Chef – die Liste potenzieller Rufmörder im Internet ist lang. Umso wichtiger, dass man ein Auge auf seinen guten Ruf im Internet hat, die sogenannte Online-Reputation. Dementsprechend schießen Anbieter, die unsere „weiße Weste“ im Netz schützen wollen, gerade wie Bubble-Tea-Filialen aus dem Boden und schüren die Angst vor unerwünschten Suchergebnissen, die beim googlen des eigenen Namens erscheinen könnten.

Die PC-Sicherheitsexperten von Norton haben das auch erkannt und darin ihre Kernkompetenz – die digitale Sicherheit – wiedergefunden. Kurzum hat man die Online-Reputation zum Gegenstand einer neuen Kampagne im Kampf gegen fallende Marktanteile und rückläufiges Kundeninteresse im B2C-Geschäft gemacht. Die Idee: Man ersinnt „Norton Top Search“ und verschenkt individualisierbare Google Adwords-Anzeigen – passend zum Claim „Protecting the stuff that matters“. Dazu kann sich der geneigte Internetnutzer unter der Kampagnen-Website http://nortontopsearch.com/ in 3 Schritten seine eigene Google-Anzeige erstellen, mit seinem Facebook-Konto verifizieren und sich wenig später ganz wunschgemäß und in perfekter-Schwiegersohn-Manier in der Google-Ergebnisseite präsentieren. Kosten für die Adwords-Anzeige fallen nicht an, den Marketing-Jungs von Norton sei Dank.

Leider dauert es nach der Erstellung der Anzeige „a couple of days“, bis man das Ergebnis auf Google bewundern kann. Ob es hierbei tatsächlich bei einer Marketing-Kampagne zur Unterstüptzung der Kernprodukte rund um die PC-Sicherheit bleibt, oder Norton mit „Top Search“ vielleicht den ersten Schritt in einen neuen Markt wagt, ist bislang offen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung spricht allerdings für letzteres: Auch Google hat mitllerweile ein eigenes Reputation-Management-Tool im reichhaltigen Programm.

Dank an die Kollegen vom Gefahrgut-Blog für den Hinweis! Siehe auch: Hype5JohnVantine

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