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Posts Tagged ‘produktentwicklung’

Pizza backen nach chinesischem Horoskop

In marketing on 25/01/2011 at 00:52

Das frisch begonnene Jahr 2011 ist im chinesischen Kalender bekanntermaßen das Jahr des Hasen. Menschen, die in diesem Jahr geboren sind, gelten gemeinhin als talentiert und ehrgeizig. Nach chinesischer Auffassung stehen sie gerne im Mittelpunkt, sind gesellschaftlich akzeptiert und beliebt.

Davon hat auch der Pizza-Lieferservice „Blizzeria“ gehört und sich munter daran gemacht, die italienische Nationalspeise mit Spezialbelag als „Pizza Shanghai“ anzubieten. Kalendergerecht schwimmen im Jahr des Hasen zwischen Tomatensauce und Käse… richtig: Hasenrückenfilets.

Das Ganze garniert mit Sojasprossen und einem aus einer Schulmädchenphantasie entsprungenen Manga-Girl. Ein echter Kracher im Sortiment der Pizzeria, ein Alleinstellungsmerkmal vom Feinsten – zu Schade, dass mein Heim nicht im Liefergebiet des Lieferdienstes liegt.

Übrigens: Verfolgt man diese originelle und authentische Produkteinführungsstrategie mal logisch weiter, können wir uns schon auf das kommende Jahr freuen, dass steht dann im Zeichen des Drachen und könnte für Nachschubprobleme bei „Blizzard“ führen. Feinschmecker können sich außerdem schon auf das Jahr 2018 freuen, wenn der Teigfladen mit Hundehüfte belegt wird. Der erste Gourmet-Stern dürfte den Pizzabäckern dann spätestens 2020 sicher sein, im Jahr der Ratte

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genial: replenish verkauft reiniger in leeren flaschen

In marketing on 23/11/2010 at 13:49

themen wie „green logistics“, „green efficiency“, „csr“ oder schlichtweg „nachhaltigkeit“ werden von vielen unternehmen immer noch als notwendiges übel verstanden und als green-washing umgesetzt. das kleine kalifornische start-up „replenish“ macht jetzt vor, wie nachhaltige produktentwicklung wirklich funktionieren kann.

ein normaler haushaltsreiniger besteht nur zu 5% aus den chemikalien, die für die putzkraft verantwortlich sind. die verbleibenden 95% sind wasser! das bedeutet: hersteller und (in erster linie) konsumenten zahlen dafür, dass ein gut um die ganze welt gekarrt wird, das es überall gibt. eigentlich eine absurde vorstellung… dadurch erschließt sich ein unglaubliches einsparpotenzial bei den transportkosten. man stelle sich einmal vor, dass das gewicht eines produkt sinkt schlagartig auf ein zwanzigstel – verpackungskosten unberücksichtigt. mit den transportkosten sinken selbstverständlich auch emissionen und umweltbelastung – der CO2-fußabdruck dieses produkts muss lohas und produktentwicklern gleichermaßen die freudestränen in die augen treiben…

diesen weg geht replenish und verkauft (nahezu) leere sprühflaschen. dass deswegen nicht die verbraucherschützer auf die barrikaden springen und „mogelpackung“ schreien, hängt mit dem ausgefeilten produktkonzept zusammen:

das kleine unternehmen hat die sprühflasche als solche vollkommen in frage gestellt und grundlegend überarbeitet. herausgekommen ist eine abschraubbare kartusche im boden mit dem putzkonzentrat, die für rund vier füllungen reicht. in den oberen teil der falsche füllt der verwender leitungswasser ein, das sukzessive mit dem konzentrat angereichert wird.

es versteht sich von selbst, dass die flasche aus recyceltem plastik hergestellt wurde, der reiniger ph-neutral, vollständig biologisch abbaubar ist und keine toxischen stoffe enthält. alles hoch-politically-correct! klickstu

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