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Die Multi-Channel-Maßschneider: 10 Fragen an tailorjack

In marketing on 29/06/2013 at 16:28
Nachdem wir im Blog uns schon intensiv mit Youtailor auseinandergesetzt haben, stellt sich nun der nächste Geschäftsführer eines Online-Maßschneiders den Fragen von stenographique: tailorjack-Chef Heiko Krajewski über die Erfolgsfaktoren der Mass-Customization, verunsicherte Kunden und Strategien in einem Wettbewerb, der mit harten Bandagen kämpft.

 

stenographique (S): Herr Krajewski, gehen wir gleich in die Vollen: Ist es nicht der blanke Wahnsinn, ein Start-Up in einem Markt hochzuziehen, der durch den Branchen-Primus so massiv durchgeschüttelt wurde?

Heiko Krajewski (HK):  Ja, das Stimmt. Wir betrachten dies jedoch auch als Chance. Der Markt für Mass-Customization bietet große Potenziale, wenn die Umsetzung stimmt. Wir haben daher von Anfang an viel Wert auf die Qualität unserer Ware und unserer internen Prozesse gelegt und können unsere Kunden so überzeugen.

S: Die Verunsicherung der Kunden dürften Sie bei Ihren Akquisebemühungen aber in jedem Fall merken. Konkret: Wie wollen Sie verloren gegangenes Vertrauen aufbauen?

HK: Für unsere Kunden ist die Stoff- und Verarbeitungsqualität unserer Ware entscheidend und dass bei der Produktion korrekte Körpermaße verwendet werden. Hier setzt unser Konzept an. Viele Interessenten treffen uns auf unseren kostenlosen Vermessungsevents.  Jeder Besucher hat dort die Möglichkeit, sich vor Ort von der Stoff- und Verarbeitungsqualität zu überzeugen, sich von unserem Team vermessen und beraten zu lassen und uns persönlich kennenzulernen. Unsere Kunden können sich außerdem bei unseren bundesweiten Vermessungspartnern vermessen lassen, ein gut sitzendes Hemd als Vorlage einsenden oder sich anhand unserer Maßanleitung selbst vermessen.

Nach der Akquise überzeugen wir unsere Kunden durch exzellente Performance. Wichtig ist auch, dass wir immer wieder neue Stoffe und Accessoires  in unser Sortiment aufnehmen. Vor wenigen Wochen haben wir z.B. Casual-Stoffe eingeführt für legere Hemden und Blusen.

S: Und, wie läuft’s?

HK: Sehr gut. Wir haben in den letzten 2 Jahren sehr viele Kunden gewonnen. Die sind zu großen Teilen Stammkunden geworden und haben Spaß daran, sich immer wieder neue Hemden und Anzüge zusammenzustellen. Wir sind außerdem sehr glücklich über unsere eigene Entwicklung. Das schließt ein tolles Team ein und die permanente Weiterentwicklung unseres Angebotes. read on… Den Rest des Beitrags lesen »

Mister Spex goes Multi-Channel: 9 Fragen an Mitbegründer Björn Sykora

In marketing on 13/09/2012 at 16:36
Im Laufe dieses Jahres hat Mister Spex den deutschen Brillen-Markt mit einem Multi-Channel-Vertriebssystem aufgemischt, das bisher seinesgleichen sucht:  über 200 stationäre Optiker haben sich bereits dem Partnerschaftsmodell von Mister Spex angeschlossen und für den Online Pure-Player Serviceleistungen wie Sehtests oder Brillenanpassungen an. Ein Modell, das Schule machen kann? stenographique hat den Mitbegründer und Leiter des Business Developments Björn Sykora dazu befragt.*

 

Stenographique (S): Etwas ketzerisch gefragt: Was bringt Kunden in Zeiten von Augmented Reality und Virtual-Try-On eigentlich noch dazu, im stationären Handel nach Brillen zu suchen?

Björn Sykora (BS): Eine sehr interessante Frage! Eigentlich ist die Antwort relativ einfach: Die Brille ist und bleibt ein sehr beratungsintensives Produkt. Sehtests und Anpassungen können wir im Online-Handel zum heutigen Stand der Technik leider nicht anbieten. Durch das Partnerprogramm soll so unsere Marktreichweite erhöht werden. Zurzeit werden etwa 10% des Optik-Markts durch Online-Verkäufe abgedeckt. Mit Hilfe unseres Konzepts können wir eine noch größere Zielgruppe ansprechen.

S: Wie können wir uns den Aufbau des Partnernetzwerks vorstellen? Wenn Sie bei einem stationären Optiker anrufen und fragen, ob dieser für einen Online-Wettbewerber Serviceleistungen anbieten möchte: Fühlt sich der Schulterschluss mit einem aufstrebenden Online-Händler aus Sicht eines traditionellen Händlers nicht im ersten Moment wie ein „Pakt mit dem Teufel“ an? Welche Resonanzen haben Sie bekommen?

Björn Sykora, Leiter Business Development und Mitbegründer von Mister Spex

Björn Sykora, Leiter Business Development und Mitbegründer von Mister Spex

BS: Natürlich gibt es immer unterschiedliche Resonanzen zu solch einem Konzept. Wir haben allerdings hauptsächlich sehr gute Erfahrungen machen können. Viele Optiker haben sich aktiv beworben, vor allem weil sie hinter dem Konzept stehen und auch an den Erfolg glauben.

S: Was waren also die schlagkräftigsten Argumente, mit denen Ihr Team die Optiker zu einer Partnerschaft bewegen konnte? read on… Den Rest des Beitrags lesen »

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