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penny’s feine kost

In marketing on 13/12/2009 at 20:33

nachdem der deutsche LEH gerade im discount-sektor vor kurzem noch auf eine steigerung des markenartikels-anteils setzte, werden nun mehr und mehr eigenmarken lanciert, die direkt gegen die markenartikel antreten sollen. aus der handelsmarke in weißer pappkiste ist mittlerweile eine produktlinie geworden, die es qualitativ und optisch mit industriemarken aufnehmen kann. dieser prozess findet teilweise auf basis der billig-hausmarke à la „ja!“ und „gut&günstig“ statt, teilweise werden neue marken zusätzlich eingeführt. beispiele sind „real quality“ oder „rewe feine welt„.

nun wagt sich mit penny auch ein discounter auf dieses terrain und führt mit „feine kost“ eine edel-dachmarke ein. zukünftig sollen delikatessen und regionale spezialitäten unter diesem namen firmieren und den markenartiklern (mit erheblich geringeren handelsmargen) umsatzanteile abjagen. unterstützt wird die einführung insbesondere durch handzettel in den geschäften und printanzeigen in zeitungen und freizeit-/frauen-zeitschriften. parallel dazu hat die rewe-group als mutter von penny vor kurzem ein eigenes magazin gelauncht. laviva verspricht den kunden nochmals rabatte auf billig-champagner und billig-kaviar. das rund 100 seiten starke blatt für 80ct läuft auch erstaunlich erfolgreich im zeitschriftenmarkt an und kann bereits eine auflage von 400.000 stück vorweisen.

die nächsten schritte der sortiments-diversifikation stehen schon am start: bald wird man bei penny zugtickets, opernkarten und ökostrom kaufen können. fotos, handyverträge und kreuzfahrten gibts ja schließlich auch schon…

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der butter-beweis

In marketing on 28/11/2009 at 19:33

cornflakes für wachstum, butter gegen bluthochdruck, fischöl gegen herzinfarkt…

functional food hat sich mittlerweile zu einem echten renner entwickelt. jeder findet’s toll: die ernährungsbewussten healthy-living-fanatiker ebenso wie junkfood-freunde, die sich einreden mit ein paar extravitaminen den triplewhopper vom morgen wieder ausgleichen zu können. nach den marketing-experten und produkmanagern der großen lebensmittelkonzerne hat jetzt auch die europäische behörde für lebensmittelsicherheit (efsa) das potential gezielt chemisch veränderter lebensmittel erkannt und sich für den verbraucherschutz eingeschaltet. die efsa fodert von den lebensmittelherstellern, ihre behauptungen über gesundsheitsfördernde wirkung ihrer produkte mit wissenschaftlichen studien zu untermauern (nachzulesen zum beispiel in dieser broschüre). die behörde sieht beispielsweise nicht ausreichend beweise gegeben, dass diet coke wirklich beim abnehmen hilft und fordert wissenschaftliche belege. was völlig logisch und sinnvoll erscheint, hat jetzt aber zu einem empörten aufschrei in der branche geführt. angeblich würden die auflagen für die verwendung einschlägiger slogans viel zu eng geschnürt. vorbild für die geforderten studien sollen z.b. untersuchungen sein, die eindeutig und wissenschaftlich korrekt belegen konnten, dass margarine mit phytosterol-estern bei regelmäßigen verzehr den cholesterinspiegel senken kann. klickstu

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