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Posts Tagged ‘angriff’

flashmob war gestern…

In marketing on 29/04/2010 at 17:52

…heute macht man einen „planemob“! zumindest könnte ein ein neuer trend in der marketing-szene werden, wie dieses beispiel zeigt, das am einem easyjet-flug gefilmt wurde… ich verrate nicht zu viel – erstmal das video anwerfen (gefunden übrigens bei den webguerillas):

ok, jetzt raus aus dem sack mit der katze. germanwings hat hier eine brilliante guerilla-aktion konzipiert, die maximale und ungeteilte aufmerksamkeit der anwesenden garantiert und sich als viraler clip auch noch perfekt vermarkten lässt: die aktion ist frech, witzig und neu – und sie trifft den gegner da, wo’s weh tut! beleg dafür: bei youtube erzielte der clip über 130.000 views binnen 5 tagen (bei lieken urkorn lief das noch anders…). obendrein ist die message auch noch stimmig: zusatzservices könnten durchaus auch unter den billigfliegern zukünftig über die gunst der kunden entscheiden.

gefreut haben sich bestimmt alle, die bei easyjet einen platz in den letzten reihen gebucht hatten und die aktion live mitbekommen haben! und die kreativen bei easyjet: kosten für ein paar pappschilder und billigflugtickets = 100 euro. den konkurrenten mitten im herzen zu treffen = unbezahlbar.

großes kompliment an die agentur llr und den mutigen kunden! auch für die wortschöpfung „planemob“, gerade in diesem fall wunderbar doppeldeutig und bestimmt schon kurz vor der aufnahme in den duden!

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paypal: mehr sicherheit mit guerrero-guerilla

In marketing on 16/04/2010 at 12:25

den flaschenwurf von paulo guerrero, der in einem spiel wiedererstarkten und -erschwächten stürmerkraft des hsv, beschäftigt nicht nur die fans, den verein und die staatsanwaltschaft. der vollständigkeit und sensationslust halber an dieser stelle noch einmal besagte szene nach dem müden kick gegen die potentiellen absteiger aus hannover:

mittlerweile ist auch die werbetreibende wirtschaft auf den rasant rollenden zug aufgesprungen. besser gesagt: die marketingabteilung eines online-bezahlsystems. paypal ist dadurch die große gefahr bewusst geworden, die von plastikflaschen ausgehen kann. man hat sich gefragt wie man die welt ein bisschen sicherer und das eigene produkt ein bisschen bekannter machen kann. heraus gekommen ist… die paolo guerrero gedächtnisflasche. eine mit schaumstoff umwickelte trinkhülse die unter dem motto „sichererererer“ als kleine, aber aufmerksamkeitsstarke guerilla-aktion. laufen wird das ganze am morgigen tag rund um das stadion des hsv unmittelbar vor der partie gegen mainz. und so sieht sie aus: klickstu Den Rest des Beitrags lesen »

downloading is not sexy – aus piraten werden räuber

In medien on 20/03/2010 at 12:03

im kampf gegen illegale kopien und die unrechtmäßige verbreitung von content legen die rechteinhaber jetzt nach. allerdings kein neues drm, keine neuen gesetze, keine technologische innovation. stattdessen wird die marketing- und kommunikationstrickkiste mal wieder geöffnet. der grund: die vermeintliche aggro-begrifflichkeit von piraten/piracy/piraterie hat leider jeden schrecken verloren (falls sie den mal hatte…).

die ursprüngliche idee, die kleine minderheit der download-piraten zu diskreditieren und in der breiten öffentlichkeit als bl0ße kriminelle darzustellen, hat johnny depp vereiltelt. warum? spätestens seit fluch der karibik sind piraten cool, verwegen, sexy. ich will sein wie johnny depp – warum also sollte mich sein cooles image zu der einsicht bringen, dass verstöße gegen urheberrechte eigentlich unfair, illegal und unethisch sind? folgendes zitat von agnete haaland (präsidentin der international actors‘ federation) wurde von der chamber of commerce von reuters festgehalten:

“we should change the word piracy,” she said at a press conference. “to me, piracy is something adventurous, it makes you think about johnny depp. we all want to be a bit like johnny depp. but we’re talking about a criminal act. we’re talking about making it impossible to make a living from what you do.”

nur konsequent also, dass man von der begrifflichkeit abrücken will. und was gibt’s stattdessen? man betont den illegalen, gesetzesbrecherischen aspekt des downloadens und rückt damit vom freiheitsliebenden und unabhängigen freibeuter ab. ergebnis: räuber und diebe. ars technica berichtete. auch international soll der begriff raubkopierer stärker verwendet werden. das wirft jedoch wiederum zwei probleme auf: klickstu Den Rest des Beitrags lesen »

kampf der zucker-ziegen

In marketing on 01/02/2010 at 09:21

dass sich haribo und katjes des öfteren juristisch in die wolle kriegen, ist mittlerweile nichts neues… letztes prominentes beispiel war der quer durch alle instanzen ausgetragene streit um den begrifff „yoghurt gums“, den haribo gerne verwenden und katjes gerne schützen wollte.

neu ist allerdings, dass die beiden kontrahenten diesen streit jetzt in ihrer werbung fortführen. katjes wagt den ersten schritt in diese richtung und greift hans riegel & co offen mit einem plakatmotiv an. der vorwurf: produktpiraterie. diesmal geht es allerdings nicht um die yoghurt-nascherei, die genauso schön und schlank macht, wie topmodel lena gehrke, sondern um die neue sorte „sour mango“ (pressemitteilung von haribo).

das motiv zeigt eine schlechte foto-kopie der katjes sorte mango melody. text der (leider etwas schwer zu lesenden) anzeige (trotzdem großes dankeschön an w&v): „wir gratulieren haribo zur neuen sorte „sour mango“. subline: „hier ein beispiel, wie man uns noch billiger kopiert.“

nicht subtil, aber knackig. auch, wenn katjes dabei ein bisschen wie ein schlechter verlierer aussieht, hatten die bonner konkurrenten doch den letzten juristischen streit für sich entscheiden können. diese reagieren übrigens unerwartet gelassen: es sei nicht geplant, ein gegenmotiv zu entwerfen. man freue sich aber über die gratis-werbung, so der leiter unternehmenskommunikation marco alfter.

suchmaschine, iphone-killer, stromanbieter

In marketing on 09/01/2010 at 19:44

vergleicht man distributionswege im handel im hinblick auf ihre co2-bilanz, wird beispielsweise beim online-shopping häufig ein nicht unerheblicher faktor vergessen: das internet. tja, dass das internet verbraucht eben nicht nur bei uns zuhause strom durch die hardware auf dem schreibtisch. viel schwerer fallen die gigantischen server-hallen ins gewicht. allein ebay deutschland betreibt angeblich rund 100.000 rechner mit dem stromverbrauch einer kleinstadt. auch wenn second life nicht mehr ganz so hip ist, wie vor 1-2 jahren, ein anderes prägnantes beispiel: wer eine virtuelle identität auf der plattform rumlaufen lässt, verbraucht dafür genausoviel strom, wie ein durchschnittlicher brasilianer (ist das ne politisch korrekte bezeichnung?!)! und zum schluss: eine google-suche verbraucht ca. 4w, eine energiesparlampe in einer ganzen stunde auch nicht mehr. wahnsinn.

google erkennt jetzt das potential der diskussion und wappnet sich vor vorwürfen, bevor diese die massenblätter der republik erobern. greenwashing à la hopenhagen also. aber der ansatz ist patent: um den riesigen bedarf der eigenen server sicherer und vor allem günstiger zu decken, hat die super-suche jetzt eine zulassung als energiegroßhändler bei der federal energy regulatory comission (ferc) beantragt (gelesen bei marketwatch). klickstu Den Rest des Beitrags lesen »

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