stenographique

Guttenberg und die Klingonenkrieger

In medien on 06/03/2011 at 21:07

Die Wirren um Minister und Doktor a.D. zu Guttenberg haben in den vergangenen Tagen einiges an Kuriositäten mit Schmunzelpotential hervorgebracht. Eine der letzten: Das Gerücht ging um, KT habe die auf seiner überstürzt angekündigten Pressekonferenz verlesene Erklärung bei „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ abgeschrieben – und die entsprechende Stelle verständlicherweise nicht als Zitat gekennzeichnet.

In den aktuellen Facebook-Meldungen dominierten danach wutschnaubende Meldungen entzürnter„Trekkies“, die dem Plagiator blasphemisches Verhalten und mangelnden Respekt vor dem filmischen Erbe von „Star Trek“ Erfinder Gene Roddenberry vorwarfen.

Insbesondere über Twitter und Facebook verbreitete sich die unglaubliche Nachricht daraufhin rasend schnell und schaffte es bis in die Newsticker renommierter Zeitungen, wie Daniel Bröckerhoff in seinem Blog dokumentiert. Doch wenn eine Meldung zu spektakulär klingt, um wahr zu sein, dann ist sie es meistens nicht…

Denn Guttenbergs Worte „Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht“ sind nie über die Lippen eines Klingonenkriegers aus „Star Trek“ gekommen – auch nicht über die des „Khan“, dem der Ausspruch irrtümlicherweise in den Mund gelegt wurden und der eigentlich gar kein Klingone ist… [Danke für den Hinweis, M.]

Und damit noch nicht genug: Die Causa Guttenberg hat uns gezeigt, dass es bei jedem medialen GAU immer noch jemanden gibt, der im sprichwörtlichen Fettnäpfchen eine Extrarunde dreht. In diesem Fall geht der Preis an David Siems, der beim Hamburger Abendblatt die Kolumne „Moin Moin“ schreibt und dort so tat, als hätte er den Ausspruch den Klingonen selbst vernommen und die Verbindung zu KTG als erster hergestellt. Zitat: „Gute Laune bekam ich aber gestern Abend wieder, als ich Star Trek II sah: ‚Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht‘, sagt der Klingone Khan. Häh? Karl-Theodor konnte es einfach nicht lassen…“

Verwirrend, dass manche Journalisten annehmen, sie könnten den Gebrandmarkten überführen, indem sie ihre eigenen Plagiate vertuschen und damit noch einen Lacher bei den blöden Offline-Lesern der eigenen Zeitung wollen!

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