stenographique

umfrage: gründe für’s raubkopieren

In medien on 12/05/2010 at 13:46

es ist viel diskutiert worden über die gründe, aus denen menschen sich medieninhalte illegal besorgen. eine liste hat „the pirate guy“ zusammengestellt, in der er insgesamt sechs verschiedene kategorien von motivationen identifiziert, die hier kurz angerissen werden sollen:

  • drm (digital rights management): schränkt das abspielen und kopieren auf verschiedenen geräten ein und führt mitunter dazu, dass kunden ihr bezahltes produkt nicht oder nur eingeschränkt nutzen können. bei spielen standard, bei musik glücklicherweise ein stück vergangenheit.
  • nicht überspringbare inhalte: wenn die dvd dann endlich läuft, steht dem filmgenuss häufig noch eine ganze reihe von werbung, belehrungen über den jugendschutz, drohungen oder unerbetenen informationen über die rechteinhaber. verrennt sich hier eine branche als reaktion auf sinkende einnahmen aus verkäufen in die illusion, man könnte obligatorische werbung als zweites standbein einführen, ohne die verbliebenden kunden zu verprellen? bezahlt hat man für den film – nicht für die werbung oder die behandlung wie ein krimineller.
  • klickstu
  • regionalcodes: eine pseudo-protektionistische maßnahme aus einem anderen zeitalter. mittlerweile weitestgehend vergangenheit und ein gescheiterter versuch, die globalisierung von medieninhalten aufzuhalten.
  • zu hohe preise: darüber lässt sich bekanntlich streiten… die dvd von avatar habe ich wenige wochen nach dem kinostart schon bei douglas an der kasse für 7,99 euro gesehen. das entspricht einer kinokarte, einem pfund grillfleisch oder knapp zwei schachteln zigaretten. während hier die wertigkeit klar im auge des betrachters liegt, dürfte bei spielen einigkeit bestehen, dass 70 euro kein angemessener kurs für wenige stunde vergnügen sein dürften.
  • die medien-industrie selbst: viele menschen fragen sich, warum sie vertreter der musik-, filme- und spieleindustrie bezahlen sollen, die ihnen offensichtlich mit misstrauen, vorwürfen und stereotypisierung begegnen. in diesem speziellen fall hat man als konsument von medieninhalten nun einmal die wahl, ob und wie viel man für ein produkt ausgeben möchte…

es ist bereits angeklungen: über alle 5 gründe kann und wird trefflich diskutiert (werden). was in dieser liste von the pirate guy noch fehlt, ist die bequemlichkeit oder convenience, die mit dem streamen oder downloaden verbunden ist: kein gang zur videothek bei regen, kein schlangestehen an der media-markt-kasse. stattdessen entertainment on demand ohne langwierige anmeldeprozeduren. ob diese gründe stimmen, die auflistung vollständig ist und welche argumente dominieren, soll diese kleine umfrage herausfinden – die erste ihrer art auf stenographique. mehrfachnennungen sind natürlich möglich. ich bin gespannt… die ergebnisse werden in den nächsten tagen kommentiert!

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