stenographique

markenbindung kann ertwittert werden

In marketing on 17/01/2010 at 14:20

während der microblogging-dienst in den usa schon von vielen unternehmen eingesetzt wird, führt twitter in deutschland immer noch ein verhältnismäßig stiefmütterliches dasein in den marketing-abteilungen der nation. das liegt vermutlich daran, dass das potential als meinungsbildendes medium bislang nicht gesehen wurde. erstaunlich – kann man doch auf diesem wege reputation kreieren, neuigkeiten verbreiten und marken-communities aufbauen. jetzt hat eine studie der uni mainz und der strategie-beratung 2hm zwei interessante findings zum umgang mit twitter im unternehmen herausgearbeitet (die absatzwirtschaft berichtete).

zunächst einmal wurde die allgemeine anschauung bestätigt, dass tweets aufgrund der schnelllebigkeit des mediums keinen besonderen informationswert haben (können). die studie – die leider nicht online verfügbar ist – hat errechnet, dass die halbwertzeit einer 140-zeichen-nachricht je nach thematischer zugehörigkeit zwischen 2 und 5 minuten (!) liegt. nachhaltige verbreitung von nachrichten ist ohne zielloses spamen also kaum möglich.

allerdings hat ein markenauftritt bei twitter durchaus einen einfluss auf das emotionale brand-commitment, so die studie. konkret heißt das, dass durch den interaktiven charakter des dienstes, konsumenten besonders effektiv an die marke herangeführt und gebunden werden können. warum nutzen aber potentielle kunden den dienst, wenn nicht wegen des informationswertes der nachrichten? klickstu

der markenbindungs-effekt muss also einen anderen ursprung haben… dieser findet sich – wie so oft im internet – im bloßen unterhaltungswert. durch die partizipation der nutzer und die dynamik, mit der sich ein hersteller darstellen kann, entsteht in windeseile ein assoziationsgeflecht, das in spielerischer weise das involvement der user und die bindung an die twitternde marke steigert. ein einfacher und einleuchtender zusammenhang also, der jetzt allerdings erstmalig wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte…

zu bedenken bleibt allerdings, dass nur eine emotional aufgeladene marke mit generell schon hohem involvement überhaupt erst in eine lebhafte interaktion mit den kunden treten kann. als erst-aktivierungs-maßnahme taugt twitter daher nicht. für apple, coca cola, audi & co kann es aber genau der gesuchte schlüssel sein, aus dem web 2.0 à la twitter profit zu schlagen.

  1. […] dass social-media aktivitäten einen entscheidenden einfluss auf markenbindung haben können, wie diese studie […]

  2. […] markenbindung kann ertwittert werden ▶ Keine Antworten /* 0) { jQuery('#comments').show('', change_location()); jQuery('#showcomments a .closed').css('display', 'none'); jQuery('#showcomments a .open').css('display', 'inline'); return true; } else { jQuery('#comments').hide(''); jQuery('#showcomments a .closed').css('display', 'inline'); jQuery('#showcomments a .open').css('display', 'none'); return false; } } jQuery('#showcomments a').click(function(){ if(jQuery('#comments').css('display') == 'none') { self.location.href = '#comments'; check_location(); } else { check_location('hide'); } }); function change_location() { self.location.href = '#comments'; } }); /* ]]> */ Hier klicken, um die Antwort abzubrechen. […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: