stenographique

werbung für teenager

In medien on 18/11/2009 at 18:37

wie sieht gute werbung für die zielgruppe zwischen 13 und 19 jahren aus? das hat die bauer-studie „bravo faktor jugend 10“ versucht herauszufinden und kam bei einer stichprobe von 1.000 befragten jungen und mädchen zu teilweise erstaunlichen ergebnissen. die studie ist ab heute verfügbar über die bauermedia-seite oder eine eigene homepage. vorweg schon mal einige einblicke…

dass die betrachtete zielgruppe als besonders online-affin beschrieben werden kann, ist wenig überwältigend. dies bestätigt die studie. sie widerlegt allerdings gleichzeitig auch die behauptung, dass die 13- bis 19-jährigen besonders positiv auf onlinewerbung reagieren. banner, pop-ups, spam etc. – auf diese bekannten übel werbeformen reagieren sie beispielsweise überdurchschnittlich abweisend. auch „offline-spam“ in form von postwurfsendungen und werbebriefe werden verteufelt. klickstu

ein überraschendes finding der studie ist dagegen, dass das aussterben von printmedien wohl doch noch nicht so kurz bevorsteht, wie häufig (z.B. hier) postuliert. vier von zehn jugendlichen geben an, zeitungen tendentiell eher häufiger zu nutzen. verlierer scheint dagegen die flimmerkiste zu sein, die sowieso schon für viel übel in dieser welt verantwortlich ist, jetzt aber auch noch depressionen verursacht! mehr als jeder zweite teenager gibt an, immer weniger einzuschalten – besonders bei werbeunterbrechungen wendet man sich von der mattscheibe ab. dass tv-werbung trotzdem noch einen nachhaltigen effekt auf jugendliches kaufverhalten hat, belegt die zahl von rund 60% der jugendlichen, die einen kauf kategorisch verweigern, wenn der spot nicht gefällt oder nervt.

so unreif, unmündig und unfähig eigene entscheidungen zu treffen sind sie ja gar, die lieben kleinen…

  1. Das für die Bauer Mediengruppe Zeitungen und Zeitschriften bei Jugendlichen weiterhin schein mir bei dem Auftraggeber der Studie nicht verwunderlich:-)
    Aber es deckt sich tatsächlich mit meiner eigenen ( studienlosen ) Wahrnehmung, speziell Fachzeitschriften zu speziellen Themen. Das Fernsehen wird immer noch genutzt allerdings nur der Bildschirm zum DVD anschauen.
    Grundsätzlich entscheidet die Qualität im Fernsehen, wie auch bei Lokalzeitungen und diese nimmt bei Beiden immer mehr ab.

    • exakt!
      gut dazu: dein artikel „pfurzen für die quote“ – wie könnte man es besser ausdrücken? schon schlimm, was man uns teilweise heir serviert und als journalismus verkauft. immerhin hat das zdf wieder das philosophische quartet im program, auf gar nicht so schlechten sendeplatz ;)!

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